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Warum ein Radeberger PC-Spezialist ein Herz für alte DDR-Bücher hat [2013]

Klaus Lehmann ist von der Idee der Peter-Sodann-Bibliothek begeistert. Das hat ausgerechnet mit Westberlin zu tun. Von Jens Fritzsche. SZ (Rödertal) vom 18. Juli 2013.

Warum ein Radeberger PC-Spezialist ein Herz für alte DDR-Bücher hat

Klaus Lehmann ist von der Idee der Peter-Sodann-Bibliothek begeistert. Das hat ausgerechnet mit Westberlin zu tun.

Von wegen Computerfachleute haben nur Hirn und wenig Herz. Der Radeberger Computerfachmann Klaus Lehmann vom gleichnamigen PC Service hat von beidem offensichtliche eine ganze Menge. Vor allem aber hat er ein großes Herz für Bücher – und für Leute, die sich um Bücher bemühen. So unterstützt der Radeberger jetzt beispielsweise den bekannten Schauspieler Peter Sodann und dessen DDR-Bibliothek im Dörfchen Staucha bei Riesa mit zehn hochwertigen Computern. „Die kommen aus einem Leasing-Vertrag im Bürobereich, Spitzentechnik, top in Ordnung – ich habe sie komplett aufgearbeitet und gebe sie nun zum Einkaufspreis ab, sponsere also den Großteil der Kosten“, sagt Klaus Lehmann, der die Computer dann auch in den nächsten Tagen in Staucha selbst aufbauen und installieren wird. Übrigens nicht die erste Unterstützung, die der Radeberger der Sodann-Bibliothek zuteilwerden lässt. Klaus Lehmann hat für die Peter-Sodann-Bibliothek eine spezielle Software zur Computer-Katalogisierung der Buchbestände entwickelt. Und zwar kostenlos. Weil er das Projekt so unglaublich spannend findet, wie er klarstellt. Sodann hat in den vergangenen Jahren überall im Ostteil des wiedervereinten Landes aufgelöste Bibliotheksbestände übernommen, hat sich privater Sammlungen und nicht mehr Gewolltem aus Buch-Antiquariaten angenommen. Es soll eine umfassende Sammlung sämtlicher Bücher werden, die zwischen dem 8.Mai 1945 und dem 9.November 1989 in der einstigen sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR verlegt wurden.

Und genau das reizt auch Klaus Lehmann. „Es geht hier ja um ein Stück Kulturgeschichte“, schwärmt er. Um Bücher noch dazu, und dafür lebt er. Ist er doch studierter Bibliothekar, hat in Westberlin und nach der Wende dann auch im wiedervereinten Berlin die Computertechnik zahlreicher städtischer Bibliotheken betreut und hat sich nun als Selbstständiger in Radeberg einer ganz besonderen Bibliotheks-Software angenommen. Dem etwas komplizierten, wie er sagt, und speziell für Bibliotheken entwickelten Computerprogramm allegro-C nämlich. Er hat diese Software bearbeitet, hat sie einfacher gemacht und daraus ein System entwickelt, das für jede Bibliothek ganz speziell angepasst werden kann. Und er hat damit durchaus renommierte Bibliotheken begeistert, die nun zu seinen Kunden gehören: das Deutsche Komponisten Archiv in Dresden beispielsweise und auch die Ratsschulbibliothek Zwickau, in der Werke aus dem 14. Jahrhundert gelagert sind.

Das folgende Photo ist von Bernd Goldammer (Copyright 2013)

 

 

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Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/warum-ein-radeberger-pc-spezialist-ein-herz-fuer-alte-ddr-buecher-hat-2620072.html