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Radeberger fährt zur Weltausstellung [2012]

"Radeberger fährt zur Weltausstellung" von Jens Fritzsche. SZ (Rödertal) vom 5.1.2012. allegro-utf8 V3 mit allegro-C. Chinesisch und noch viel mehr!

"Radeberger fährt zur Weltausstellung". SZ (Rödertal) vom 5.1.2012 (Seite ...)

Seine Frau bekommt gerade einen Kurs für finnische Sprache. Denn demnächst wird Klaus Lehmann gemeinsam mit seiner Frau zur Weltausstellung der Bibliothekare in die finnische Hauptstadt Helsinki fahren. Der Radeberger Computer-Spezialist wird dort dann seine spezielle Software für Bibliotheken präsentieren; „und vielleicht kann ich ja auch ein paar neue Kunden begeistern“, sagt er.

Mit seiner Entwicklung begeistert der 2005 der Liebe wegen nach Radeberg Gezogene derzeit selbst Chinesen. Denn seine Software ist in der Lage die exakt 27484 Zeichen sowohl des in Zentralchina genutzten Sprachzeichensystems als auch des in Taiwan genutzten Systems zu verarbeiten. Und Klaus Lehmann hat zudem einen entscheidenden Vorteil für seine Kunden, wie er sagt: Er ist nämlich von Hause aus studierter Bibliothekar, hat zunächst in Westberlin und nach der Wende dann auch im wiedervereinten Berlin die Computertechnik zahlreicher städtischer Bibliotheken betreut. „Ich spreche also die Sprache der Bibliothekare, weiß, was sie brauchen“, erklärt er. Und er weiß auch, dass das komplizierte und speziell für Bibliotheken entwickelte Computerprogramm Allegro-C für die meisten Anwender viel zu unverständlich ist. „Es gibt da ein Handbuch, für das man gut ein Jahr braucht, um es auch nur annähernd durchzulesen – vom Verstehen ganz zu schweigen“, frotzelt der Radeberger.

Also hat er sich dieser Software angenommen, hat sie bearbeitet, hat sie einfacher gemacht und hat daraus ein System entwickelt, mit dem Bibliotheken recht einfach umgehen können. Und er hat damit durchaus renommierte Bibliotheken begeistert, die nun zu seinen Kunden gehören und die er seit Jahren betreut: das Deutsche Komponisten Archiv in Dresden und auch die Ratsschulbibliothek Zwickau, in der Werke aus dem 14. Jahrhundert gelagert sind und auch die Bibliothek des bekannten Schauspielers Peter Sodann in Staucha bei Riesa.

Dass er mit vollen Auftragsbüchern aus Helsinki zurückkommen wird, „ist zwar eine Hoffnung, aber nicht unbedingt zu erwarten – das ist eher eine langfristige Sache“, ist er überzeugt. Zumindest einen Kurs in finnischer Sprache braucht er selbst nicht. „Meine Mutter ist Finnin, Finnisch ist also damit meine Muttersprache“, sagt er.

 

Zum Photo: Der gelernte Bibliothekar Klaus Lehmann betreibt in Radeberg einen Computerservice und hat eine professionelle Bibliothekssoftware entwickelt, die er in diesem Jahr auf der Weltausstellung in Helsinki präsentieren wird. Foto: [Willem] Darrelmann [Radeberg, in der allegroWerkstatt am 4.1.2012]